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Kate Burgener

Kate Burgener

Digitale Collagen zu Fukushima: chit-chat no 21 / checkroom attendent 2011, digital touch-up, 75x 57cm, pigment print on portfolio rag ©kate burgener 2016
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Kate Burgener

Kate Burgener lebt in Bern und arbeitet im Progr 261, zur Zeit ist sie bis Ende Jahr an der Universität der Künste in Berlin.

Kate Burgener
Digitale Collagen zu Fukushima: chit-chat no 21 / checkroom attendent 2011, digital touch-up, 75x 57cm, pigment print on portfolio rag ©kate burgener 2016
Gerhard Meister

Gerhard Meister

Zur Sicherheit von Atomkraftwerken oder: wir stimmen wieder einmal ab
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Gerhard Meister

Zur Sicherheit von Atomkraftwerken oder: wir stimmen wieder einmal ab

 

Vor ein paar Jahren schrieb ich ein Theaterstück über einen Supergau in der Schweiz. Das Echo auf das Stück, das den Untergang der Landes beschrieb, war verhalten, und das hat mit Fukushima zu tun. Mein Stück kam ein knappes Jahr vor dem Supergau in Japan auf die Bühne und damit zu einer Zeit, wo es einen Supergau in einem schweizerischen Atomkraftwerk noch gar nicht geben konnte. Jedenfalls in den Köpfen der Atomkraftbefürworter und ihrer Experten. Für diese Leute, ich erinnere mich an die Medienauftritte des Nuklearexperten Horst-Michael Prasser, war in Fukushima etwas passiert, was diese tatsächlich für unmöglich hielten und ihnen jetzt den Schweiss ausbrechen liess. Fukushima hat alles geändert. Tschernobyl, das war Kommunismus und damit ein verrottetes System, in dem natürlich auch die Kernanlagen verrottet sind. Für das Risikobewusstsein hier hat diese Katastrophe deshalb nie eine Rolle gespielt. Dass Japan zum zivilisierten, hochentwickelten Teil der Welt gehört, dass konnte niemand abstreiten. Seit Fukushima ist ein Supergau auch in der Schweiz ganz offiziell etwas Mögliches und nicht mehr – wie vor Fukushima – etwas, wovor Leute Angst haben, die nicht draus kommen und nicht differenzieren können (zwischen sicheren und verrotteten Atommeilern zum Beispiel).


Heute schreibt der Bundesrat den Kantonen vor, eine Evakuierung nicht nur im Umkreis von zwei Kilometern, sondern von 20 Kilometern zu planen. Das zwingt den Kanton Bern dazu, die Evakuierung der Stadt Bern zu planen. Nun, wie evakuiert man eine Stadt wie Bern? Niemand hat darauf eine Antwort, konsequenterweise hat der Kanton Bern entschieden, dass zur Evakuierung der Stadt Bern keine Pläne ausgearbeitet werden.
Nun kann sich ein Supergau je nach Windrichtung auf eine viel grössere Entfernung als 20 Kilometer auswirken. Auch das ist mittlerweile ganz offiziell zugegeben. Die Jodtabletten gegen den Schilddrüsenkrebs aus der radioaktiven Wolke werden mittlerweile in einem Umkreis von 50 Kilometern verteilt. Als Bewohner der Stadt Zürich erhalte ich Jodtabletten zugestellt, weil ausser Mühleberg alle schweizerischen Atomkraftwerke näher als 50 Kilometer an die grösste Stadt der Schweiz heran gebaut wurden. Aber müsste es für Orte, wo Jodtabletten verteilt werden, nicht auch Evakuierungspläne geben? Müsste deshalb, weil fast im ganzen Mittelland diese Tabletten in den Briefkästen lagen, die Frage nicht lauten: wie evakuiert man das Schweizerische Mittelland? Und damit fast die gesamte Schweiz? Sollen wir nach Frankreich flüchten? Oder nach Deutschland und darauf hoffen, dass Frau Merkel auch zu Millionen von Schweizerinnen und Schweizern, die in ihrem Land um Asyl bitten, sagt: Wir schaffen das?


Diese Überlegungen sind einerseits absurd, andererseits ergeben sie sich zwingend daraus, wie heute in der Schweiz ganz offiziell das Risiko von Atomkraftwerken eingeschätzt wird. Die offizielle Einschätzung des Risikos vor Fukushima war zwar falsch, hatte aber den Vorteil, das man damit den Betrieb von Atomkraftwerken als vernünftig hinstellen konnte. Jetzt hat die offizielle Schweiz die Möglichkeit eines Supergaus auch hier in unserem Land eingestanden. Eigentlich ist die Atomkraft damit erledigt. Eigentlich ist ganz klar, was als nächster Schritt aus diesen Überlegungen zwingend folgt. Doch die offizielle Schweiz kann diesen Schritt nicht tun, es lässt sich mit alten Atomkraftwerken einfach zu viel Geld verdienen. Deshalb braucht es die Hilfe von uns allen bei einem Schritt, dessen Notwendigkeit alle eingesehen haben. Gehen wir Ende Monat an die Urne, helfen wir unserem Land.



Gerhard Meister
© Ayse Yavas
Dominik Riedo

Dominik Riedo

"Atom, unteilbar? – Nur in der Sprache, das ist der Fluch!"

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Dominik Riedo

"Atom, unteilbar? – Nur in der Sprache, das ist der Fluch!" Dominik Riedo, Schriftsteller

Dominik Riedo
Franz Hohler

Franz Hohler

„Mit jedem Tag, an dem ein Atomkraftwerk läuft, erzeugen wir hochgiftige Abfälle für 100’000 Jahre und mehr.“
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Franz Hohler

„Mit jedem Tag, an dem ein Atomkraftwerk läuft, erzeugen wir hochgiftige Abfälle für 100’000 Jahre und mehr.“ Franz Hohler

Franz Hohler
Foto: Christian Altorfer, aus dem Film „Dünki-Schott“
Dodo Hug

Dodo Hug

Merci Madame Curie (Song)
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Dodo Hug

Dodo Hug: "1994 erschien meine allererste CD ORA SIAMO NOW bei Zytglogge. Auf dieser CD ist der Song ,MERCI MADAME CURIE' den ich im Untertitel auch ,Nagraspiritual' nannte. Natürlich eine Anspielung auf die damals wie heute agierende Firma NAGRA."

Ester Bättig

Ester Bättig

keine fabrik, die tabletten an die bevölkerung verschicken muss für den fall dass sie kaputt geht. keinen strom, dessen hochrisiko-produktionsabfall wir verscharren und den nachfahren überlassen.
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Ester Bättig

keine fabrik, die tabletten an die bevölkerung verschicken muss für den fall dass sie kaputt geht.
keinen strom, dessen hochrisiko-produktionsabfall wir verscharren und den nachfahren überlassen.
Ester Bättig
Hans Peter Gansner

Hans Peter Gansner

sag mir wo die blumen sind
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Hans Peter Gansner

sag mir wo die blumen sind

Hans Peter Gansner
Kate Burgener

Kate Burgener

Digitale Collagen zu Fukushima: chit-chat no 19 / nine men’s morris 2011, digital touch-up, 75 x 58.5cm, pigment print on portfolio rag ©kate burgener 2016
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Kate Burgener

Kate Burgener
Digitale Collagen zu Fukushima: chit-chat no 19 / nine men’s morris 2011, digital touch-up, 75 x 58.5cm, pigment print on portfolio rag ©kate burgener 2016
Antoinette Rychner

Antoinette Rychner

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Antoinette Rychner

Plus tard, il s’était remis à marcher, son bagage à l’épaule, supportant la sensation du port du scaphandre, nouvelle, étrange, pesante, il était devenu un porteur d’armure, un scarabée blindé, une taule en mouvement.

 

A l’homme lui ayant fourni le scaphandre il avait dit ; je vais voir s’il en reste. Est-ce qu’ailleurs il en reste, je veux dire debout, est-ce qu’il en reste encore un qui se tienne quelque part, il faut que j’aille voir.

L’homme était du même âge que sa grand-mère Garette. Ou à peu près. Un vieux qui taillait des moutons dans tout ce qu’il trouvait et répétait à qui voulait l’entendre qu’il avait connu les moutons mais à force, merci, tout le monde était au courant.

Lorsqu’il avait entendu la requête, il était resté silencieux un instant, examinant la justesse des choses, sa peau ridée rendue orange par le reflet intermittent des flammes.

– Tu es sûr ?

– Oui, il faut que j’aille voir, il faut que je parte.

– Est-ce qu’on sait si ce machin est encore au point, il ne filtre sûrement plus grand-chose,

mais finalement il s’était levé et avait disparu au fond de la yourte, par le passage donnant sur un débarras dont il interdisait l’accès.

Il était réapparu, chargé du scaphandre.

– Avant de partir, tu diras adieu à Garette ?

– Bien sûr, j’irai me recueillir sur les pierres.

– Tu sais, lorsque c’est arrivé on n’a pas pu enterrer nos morts. On les savait là-bas sous les gaz mais on ne pouvait pas y aller.

– Je sais, il a fallu attendre les scaphandres.

– Il a fallu les scaphandres pour se risquer là-dedans mais les corps s’enfouissaient dans la cendre, il n’y en a pas beaucoup qu’on a pu célébrer.

 

***

 

Autour de lui les pierres semblaient maintenant grossir, certaines lui parvenaient aux genoux puis plus loin jusqu’aux hanches, il dut ralentir encore l’allure, l’escalade mobilisait membres et pensée, le gaz devenait plus transparent et laissait voir les pierres se dressant droites pour certaines, courbées, bossues pour d’autres. Certaines évoquaient les formes découvertes dans l’encyclopédie illustrée qu’il avait dénichée sur un rayonnage, dans cette maison en ruine aux faubourgs de la ville. Il l’avait trouvée après la mort de Garette, ne savait pas lire, et se refusait à montrer le livre à quiconque, même à Ida, de sorte qu’il n’avait aucun moyen de connaître le nom de toutes ces choses, qu’il voyait entre les pages. Cependant les images lui possédaient la tête, surtout en cet instant où son esprit associait les pierres analphabètes à celles de gargouilles et animaux divers, sentinelles éphémères, ou fantassins emplissant une plaine, pris dans la fureur suspendue d’une bataille, qui semblait n’avoir plus de fin.

Il aurait aimé – aurait-il aimé voyager accompagné en cet instant et désigner les pierres et dire « tu ne trouves pas que » ou « est-ce que celle-là ne te fait pas penser à » mais il avançait seul, le scaphandre couvert d’une poussière noire, celle des pierres s’érodant depuis des temps toujours plus anciens.

 

Plus tard, marchant encore, mais ne prêtant plus attention aux pierres, il se surprit à chercher un mot oublié, qui désignait l’objet avec lequel on avait autrefois su s’orienter. L’objet, selon Garette, était muni d’une aiguille que le magnétisme des pôles assujettissait, mais personne n’en avait jamais retrouvé, ni dans la ville ni où que ce soit sur le plateau. La première syllabe du mot lui était revenue, et il avançait à présent, épuisé et brûlé de douleur rallumée au talon, la pensée retenue à la première syllabe de ce mot perdu pour un objet perdu, sans doute à jamais.

Lorsqu’il s’arrêta il avait très soif, il était arrivé au pied d’une sorte d’empilement rocheux, presque une falaise, noircie comme le reste, dont les gaz lui masquaient la partie supérieure. Il sentit que la soif ne tarderait plus à tout occuper.

 

Il passa plusieurs heures à errer dans les contreforts. Il ne trouvait pas une goutte et tournait, avec dans la main son grattoir qui ne lui servait pas.

Il finit par tomber. L’épuisement, le dessèchement dans la gorge et la douleur à l’ampoule qui remontait l’échelonnement des douleurs, surpassant par lancée l’effet de la soif, il n’était plus que cet amas dysfonctionnant, cet enchaînement de souffrances et d’accalmies, une musique de tourments à vivre dans le présent.

 

Dans un rêve, l’homme du scaphandre, le vieux qui le lui avait fourni s’avança dans les gaz, intoxiqué, sans protection, un peu de bave aux lèvres. Il ouvrait la main et sur le plat de sa paume, l’objet dont il s’était agi, en journée, de se rappeler le nom. Le nom était revenu avec l’objet – un disque brillant, avec une aiguille dedans capable de désigner le nord – puis le vieux avait refermé la main.

 

Plus tard, ayant réussi à injecter dans une rageuse tentative de salut l’énergie nécessaire à déployer ses jambes, à se remettre debout, à prendre du mouvement, le voilà qui se fraye de roc en roc – couverture, rideau en plastique, boîte de fer blanc, grattoir, pierres à feu, dessin fait par sa grand-mère, il se répète le contenant de son sac pour tenir – une voie à la force des mains autant que des pieds.

Jusqu’à ce qu’il parvînt au pied d’une sorte d’immense portique entre deux parois de roche. Il le franchit, s’ouvrit le paysage : une étendue dégagée, dépourvue de gaz, une immensité noire qu’on devinait plus poudreuse que liquide, un désert. C’était comme la réduction par broyage de toutes ces pierres en un sable uniforme, indifférent, prolongé jusqu’à l’horizon sous les assauts du vent qui emportait par tourbillons sa poussière mêlée de cendres.

 

Tiré de FROST, 2014

Antoinette Rychner
Alain Freudiger

Alain Freudiger

Le jour où l’on enterra la terre (Géorgique pour Tchernobyl)
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Alain Freudiger

Le jour où l’on enterra la terre

(Géorgique pour Tchernobyl)

 

On dit que là-bas...

J’avais neuf ans, je mangeais du pain blanc

Je mangeais du lait en poudre et des compléments

Pendant que là-bas...

On enterrait la terre, même.

 

Tchernobyl, c’est la « plante noire », armoise amère, ou le « noir-blanc »

C’était en URSS, c’est en Ukraine

Et la terre la plus touchée par les retombées

C’est la Biélorussie, le Bélarus, la Russie blanche

Voici pour le spectre des couleurs.

La terre, elle, se hante d’un autre spectre

Après la catastrophe, des volontaires, ainsi désignés

Sont venus des quatre coins de l’Union

Pour enterrer la terre contaminée

Ils l’arrachaient avec les vers et les insectes

Les herbes, les fleurs, les baies et les racines

Les pissenlits mangés six pieds sous terre

Ils jetaient tout dans un sépulcre

Une fosse dans la terre pour accueillir la terre.

Et ils arrachaient la croûte ils épluchaient

Pelaient la terre comme un fruit corrompu

Beau pourtant resplendissant mais trompeur

Ils l’enroulaient comme un tapis

Kilomètre après kilomètre.

La terre se dérobait sous leurs pieds et sous les pieds de tous

Laissant nues les maisons, les routes, les granges

On promit des diplômes de héros à ceux qui creuseraient le mieux la terre

Arracher la terre pour la vouer aux cimetières

Un travail de fossoyeur de l’absurde nucléaire

On en est venu à enterrer la terre, même.

 

Plus personne ne foulera cette terre

Croûte enterrée, irradiée et nucléarisée

Enterrés aussi les grands yeux des tournesols énucléés

Vers lequel se tourner lorsqu’on est face à 1000 soleils ?

Et la terre mange la terre

Fosses farcies par les forçats de l’URSS

Et la terre hante la terre

Ensevelie encore vivante en son sein même

Contaminée mais contenue on espère la faire taire

Pourtant on sent sa présence en surface

Le maléfice de ses radiations ionisantes

Les rayons ne sont plus ceux du soleil ou des roues des tracteurs du paradis agricole en propagande

Ce qui se propage c’est autre chose

Radioactivité et fantôme d’une catastrophe sans repos

Une terre en peine

Comment peut-elle reposer en paix ?

Et tant d’hommes meurent et bien plus tombent malades.

 

Ils creusaient des tombes dans la terre

      les remplissaient de terre

            et les recouvraient avec de la terre

C’est le Progrès qu’on a enseveli

Pour des siècles

On ne peut plus toucher terre

Ce n’est plus Jean sans terre ni les paysans

C’est tout un pays sans terre

Elle est tombée la terre c’est la faute à

Sakharov

Mais la terre ne meurt pas

Comment peut-on tuer la terre ?

Il y a des terres promises, des terres neuves, des terra incognita

Celle-ci n’est rien de tout cela

Elle est terre en terre

Чарнобыль en biélorusse

Sous la surface elle régénère et dégénère

Mort-vivant humus tumulus

Чернобыль en russe Чорнобиль en ukrainien

Notre fosse commune notre mal commun.

 

A quoi l’homme est arrivé quand il en arrive à enterrer la terre ?

Il n’y a rien à faire d’autre que rebrousser chemin

Enterrer la terre c’est l’action délétère.

 

Alain Freudiger
Katharina Geiser

Katharina Geiser

Jetzt dieses Grasbüschel.
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Katharina Geiser

Jetzt dieses Grasbüschel. Ich sehe sein Zittern aus dem Augenwinkel und friere. Der See, der kleine Steinstrand, alles geborgt. Wenig östlich von Japan hat heute, hat gestern die Erde gebebt, heftiger als seit Menschengedenken, so heißt es. Die Bise erzeugt ein stetes, unspektakuläres Wellenrauschen, und die nachfolgende Flutwelle soll die Zerstörungen präzisiert beziehungsweise überhaupt erst inszeniert haben. Städte mit beeindruckenden Namen – Rikuzentakata, Shitigahama, Minaminsanriku oder Minamikatamachi – vermochten nichts zu bannen. Sprache vermag wenig. Nun ein Entenpaar, das sich vom Schilf her nähert, der Erpel im Prachtkleid, die Ente um Brot von meinem Brot bettelnd. Brot sei der Tod für Wasservögel. Brot und Tod. Mit den Reimen muss man es nicht so genau nehmen. Überhaupt mit vielem nicht. Zum Beispiel ist das japanische Atomkraftwerk Fukushima der aktuelle Beweis für saubere Energie. Unter Kernschmelze – sofern es dazu kommen wird – kann ich mir nichts vorstellen, doch dürfte sie eher etwas Gigantisches als etwas Niedliches sein. In der Not ist Vertuschen übrigens ein Meisterstück sondergleichen, und Enten sind immer besser dran mit Sämereien oder Würmern als mit Brot. Brot macht Wasservögel krank. Fressen Stockenten eigentlich Holzwürmer? Die Frage ist müßig. Wertvoller ist der Slogan Schmilzt im Mund, nicht in der Hand, gedichtet im Auftrag von Mars und Murrie von M&M. Die Schokolinsen sind bunt, relativ ungefährlich und wurden für die amerikanischen Soldaten im Zweiten Weltkrieg entwickelt. Anfänglich waren sie alle braun glasiert. Das M&M-Röhrchen fand bequem neben den Patronen Platz. Die Erdnuss kam erst viel später dazu. Enten und Menschen können sich an Erdnüssen verschlucken und sogar daran ersticken. Klitzekleine Männerantlitze schlummern in jedem Erdnusskern. Wenn man ihn säuberlich aufbricht, so erkennt man Kinn- und Oberlippenbart, aber keine strahlenden Augen. Dass Erdnusskerne schmelzen können, habe ich noch nie gehört. Ich sehe den Enten zu, wie sie das Weite suchen im bösen Wind aus Nordosten. Glitte man quasi über die Erdkugel hinauf und, Sibirien streifend, wieder hinunter, landete man so ungefähr im Japangraben. Wer hilft mir auf die Sprünge? Die Schreckenssprünge der Beine. Was wäre übrigens in jenem Fall der unwahrscheinlichen Fälle, der Supergau heisst, noch zu erledigen, kurz vorher?

Ich würde mich bloß an einen See oder Fluss setzen.

Katharina Geiser
Katharina Geiser / Der Text entstand am 12./13. März 2011. www.katharinageiser.ch
Peter Kummer (Pekkele)

Peter Kummer (Pekkele)

Einen Atomunfall überlebt nicht einmal der Tod. http://www.pekkele.ch/ausstellung/
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Peter Kummer (Pekkele)

Und wenn der Müll nicht für 100'000 Jahre sicher angeschrieben wird, geht's unseren Nachkommen (so es dann noch hat), wie den drei Martin in der Geschichte vom Glasstuhl<img class="emoji emoji-unified emoji1f61c" src="https://office.hostpoint.ch/appsuite/apps/themes/login/1x1.gif" alt="
Peter Kummer (Pekkele)
Copa & Sordes

Copa & Sordes

"Bau mit am magischen Schutzzaun für das älteste AKW der Welt!"
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Copa & Sordes

Copa & Sordes: Bau mit am magischen Schutzzaun für das älteste AKW der Welt! Hänge ein magisches Zeichen oder dein Statement an den Zaun auf wemakeit
Die Sicherheit von Atomanlagen und Endlagern ist überlebenswichtig. Dafür muss jede Massnahme ergriffen werden: Auch Magie. Die Atomindustrie handelt fahrlässig, wenn sie die mögliche Wirksamkeit magisch-symbolischen Handelns ignoriert. Anthropologen diskutieren angesichts der Langlebigkeit magisch-kultischer Überlieferungen inzwischen die Etablierung eines Atomkults, um zukünftige Generationen auch noch in 10.000 Jahren vor nuklearen Endlagern zu warnen. Magic Fence schliesst die Sicherheitslücke und macht den ersten Schritt zum Atomkult.

Copa & Sordes
Markus Goessi

Markus Goessi

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Markus Goessi

Markus Goessi
sensen

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Stay strong, stand up, have a voice.
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sensen

Stay strong, stand up, have a voice.
sensen
Erica Brühlmann-Jecklin

Erica Brühlmann-Jecklin

Tschernobyl
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Erica Brühlmann-Jecklin

Tschernobyl (zu hören hier)

 

  1. Ich ha der s zwar nid welle säge, mis Chind,

ha denkt, sigisch no e chli z’chli,

dänn chunnsch du vom Chindsgi hei, seisch mer, mis Chind,

dass z’ Russland es Unglück sei gsi,

e giftigi Wolke in eusere Luft,

das heigi de Nicki dir gseit,

und ebe, die giftigi Wolke die heig

so Strahle zu euis ane treit.

 

Refrain:         Weisch, Tschernobyl isch jetz verbi,

                       ich wett wieder fröhlich si.

                       Das bitzeli Strontium i de Milch,

                       das bitzeli Cäsium im Salat,

                       mit dem müemer läbe, mit dem müemer läbe,

                       mit dem müemer läbe, mis Chind.

 

  1. E trurigi Tatsach isch, dass du mis Chind,

- mer glaubt fascht nid, dass es so isch -

mit dine füf Jährli, mich fürchtets mis Chind,

scho weisch was e Halbwärtsziit isch,

au Näme wie ‚Jod hunderteis- zweiedrissg’,

und ‚Strontium’, ‚Cäsium’ au,

du redsch drüber, und i dim Vokabular

da gits no es Wort, das heisst ‚Gau’.

 

Refrain:         Weisch, Tschernobyl isch jetz verbi,

                       ich wett wieder fröhlich si.

                       Das bitzeli Strontium i de Milch,

                       das bitzeli Cäsium im Salat,

                       mit dem müemer läbe, mit dem müemer läbe,

                       mit dem müemer läbe, mis Chind.

 

  1. Am Morge, wenn ich dini Ovi dier gib,

am Mittag, bim Schöpfe vom Gmües,

au wänn d’ di tuesch tummle, i ’r Wiese verruss,

bi all dem dänk ich, dass mer müess

uf all Barrikade wo s irgendwo git:

Mer wänd e kei AKW meh,

’s isch eueri Wält und versücht gwüss scho gnueg,

dass z’wüsse, mis Chind, tuet mir weh.

 

Refrain:         Weisch, Tschernobyl isch nöd verbi,

                       drum chan ich nöd fröhlich si.

                       Das bitzeli Strontium i de Milch,

                       das bitzeli Cäsium im Salat,

                       :mit dem müesse läbe, mit dem müesse läbe,

                       das tuet mer so weh für mis Chind.:

 

 

Text und Musik: Erica Brühlmann-Jecklin

Erica Brühlmann-Jecklin